Bericht aus der Vollversammlung am 6. Dezember 2011.
Ort: in den neuen Konferenzbereichen der Ärztekammer.
Abgesehen von sehr vielen administrativen Punkten für den Wohlfahrtsfond etc. und sonstige Belange der Ärztekammer, kreisten die Hauptdebatten um die Honorierung der Kontroll - und Organisationsdienste im Wohlfahrtsfond, speziell um die Honorare von Professor CHINI, - die tatsächlich in den letzten Jahren, erhebliche Dimensionen angenommen hatten.
Hier wurde nach Verantwortung gerufen. Teilweise gingen aber diese Verträge bereits in die 90er Jahre zurück und auch der jüngst eingelangte Rechnungshofbericht kritisierte die etwas lockere Vertragslage mit Professor CHINI, - dem allerdings zugute zu halten ist, dass er den Wohlfahrtsfond aufgrund seiner Berechnungen (und den damit auferlegten Lasten für die Kollegenschaft) mathematisch nachhaltig saniert hat, und es scheint auch so zu sein, dass die Vorausrechnungen nahezu für das nächste Jahrzehnt, stimmig sein werden.
Nach Wortmeldung der verschiedenen ehemaligen Ob-Leute des Verwaltungsausschusses im Wohlfahrtsfond, wurde allerdings das Bild insofern relativiert, als dass Professor CHINI mehrfach wichtige Entscheidungen getroffen hatte, und auch Anlageformen korrigiert hatte, die der Ärzteschaft ein Vielfaches dessen einbrachte was CHINI selbst als Honorar verrechnet hatte.
Schlussendlich wurde bekannt gegeben, dass mit Jahresende sämtliche diesbezügliche Verträge auslaufen und nach einer ordnungsgemäßen Ausschreibung neu vergeben werden, wobei sich selbstverständlich auch Professor CHINI bewerben kann.
Die Ereignisse der Vollversammlung kulminierten im Misstrauensantrag eines Teils der Hausärztefraktion, die dem Präsidenten das Misstrauen wegen seiner Haltung zur ELGA aussprechen wollte.
Die von ihnen geforderte geheime Abstimmung wurde mit einer wohl ausreichenden, allerdings schmalen Mehrheit, abgelehnt, und die im Anschluss stattgefundene namentliche Abstimmung erfolgte zu Gunsten des Präsidenten mit einer überwältigenden Zustimmung gegen fünf Gegenstimmen.
Präsident Dorner war von diesem Ereignis persönlich berührt, und dankte der Vollversammlung für ihr Vertrauen und richtete im Anschluss sogar einige versöhnliche Worte an die Misstrauensträger.
Nach wie vor versicherte er, dass er vom Minister und seinem Büro missverstanden oder hereingelegt wurde, - was ihm schon mehrfach (3x) passiert ist. Persönlich anzumerken ist, dass einem so etwas nur einmal passieren darf.
